Zeichen aus Marmor
Jubiläumsausstellung zum 80. Geburtstag
Eröffnung am Donnerstag, den 15. August 2019 um 19.00 Uhr

Es sprechen:
Susanne Kujer, Kulturamt Frankfurt
Dorothee Baer-Bogenschütz, Kulturjournalistin
Begleitveranstaltungen:
Samstag, 31. August 2019, 16 Uhr + Mittwoch, 4. September 2019, 18 Uhr
Künstlergespräche mit Gisela Weber und Film zur Ausstellung
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im KANN-Verlag
Ausstellungsdauer: 16. August – 8. September 2019
>> Infotext
>> Einladungskarte
Eine Veranstaltung des Kulturamts Frankfurt am Main in Kooperation mit der Ausstellungshalle 1a
Öffnungszeiten:
Mi, Do 18 – 20 Uhr
Fr, Sa, So 14 – 18 Uhr

Aufstrebende Zeichen
Sie nennt sie „kleine Horde“ oder „Angelika“. Sie stehen einzeln oder in Gruppen zusammengefasst. Für die Jubiläumsausstellung in der AusstellungsHalle 1A formiert Gisela Weber eine Installation ihrer Marmorstelen mit 33 Arbeiten aller Längen zu einer „Frankfurter Gruppe“. Sie nennt ihre Marmorstelen „Zeichen“, die durch die Bedeckung der Sockel mit organischem Material wie aus dem Boden zu brechen scheinen.
Gisela Weber wollte schon immer mit Stein arbeiten. Obwohl sie als ausgebildete Goldschmiedin auch hätte anderen Materialien bevorzugen können, war sie von Anfang an fasziniert von der Eigenart und Schönheit des Steins vor allem des Marmors, aber auch von dessen Widerstand, der sich ihr beim Bearbeiten entgegensetzt. Schon früh experimentierte die Künstlerin mit diesem Werkstoff, wobei es ihr jedoch nie um eine historische Auseinandersetzung mit dem Material ging, sondern um dessen Charakter.
Form und Farbe des Steins fordern sie seither heraus und beeinflussen das Ergebnis. Bis heute arbeitet Gisela Weber mit Marmor, den sie aus der regionalen Steinindustrie bezieht. In ihrem Atelier in der Ostparkstraße in Frankfurt entstehen lange Stangen, die sie nicht mit Hammer und Meißel, sondern mit einem Winkelschleifer und wie in alten Zeiten händisch bearbeitet.
Gisela Weber wurde am 27. Januar 1939 in Kassel geboren, ist examinierte und bis 1981 praktizierende Goldschmiedemeisterin, studierte an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz Kunst- und Werkerziehung und legte beide Staatsexamina ab. 1982 erhielt sie das Stipendium für Bildhauerei des Landes Hessen an der Cité des Arts, Paris und nahm an zahlreichen Bildhauersymposien im In- und Ausland teil. Ihre Arbeiten wurden bereits in einer Vielzahl von Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt, darunter 1995 in einer Einzelausstellung in der Schirn Kunsthalle.
Sie lebt und arbeitet in Frankfurt am Main.